Prinzipen des Erfolgs


1) Tue nur, was dich wirklich interessiert! Du kannst Interessen nicht erschaffen, entdecke sie auf der Reise nach innen und ins Äußere nach dem Motto: „Tu, was du liebst und liebe, was du tust!“

2) Das Produkt bzw. die Dienstleistung lohnt sich vermutlich am ehesten, wenn es etwas ist, was es so noch nicht gibt, es sollte etwas Besonderes sein. Sei kreativ, sei bereit, Unbekanntes zu produzieren und anzubieten! Bei der Wahl und der Erstellung bekannte Wege verlassen und neue ausprobieren. „In den Schuhen des Kunden zu gehen“, kann zu neuen Ideen anregen! Du kannst so herausfinden, was benötigt er, was steht ihm, was ist sein Geschmack.
Außerdem kann es umgekehrt sehr hilfreich sein, den Kunden anzuregen, etwas Neues auszuprobieren - ohne gleich an Verkauf zu denken. Du animierst gleichsam ihn, in die von dir hingehaltenen Schuhe zu schlüpfen und auch darin zu gehen.

Kreativität und Intuition sind hier gefragt. Dazu sind wir nur in der Lage, wenn wir die Dimension Zeit / Raum verlassen. Willentliches Denken ist dabei kontraindiziert. Wir realisieren reines Gewahrsein mit voller Päsenz im Hier und Jetzt. Siehe unter Aufsätze die anderen Essays auf dieser Homepage!

3) Das Produkt / die Leistung sollte der Menschheit dienlich sein – ebenso die Konsequenzen der Erstellung. Orientiere dich an ethischen, moralischen und ökologischen Werten - in lokaler und globaler Hinsicht!

4) Gute Qualität innen und außen nach dem Moto: „Ein guter Schrank sollte nicht nur von vorne edel aussehen und von hoher Qualität sein, sondern seine Rückseite sollte auch nach entsprechenden Kriterien gestaltet sein!“

5) Lass dich vom Prinzip der Einfachheit leiten, ohne ins Banale abzugleiten. Orientiere dich nach dem Prinzip der Einfachheit, der Schlichtheit und des Stils! Qualität, Funktionalität, Atmosphäre und Gesundheit sollten dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.

6) Hüte dich vor zu hohen Ansprüchen, denn sie sind u. U. nicht einzuhalten!

7) Spezialisierung ist oft angesagt! Was könnte deine Spezifität sein? Bedenke, du kannst i. R. nicht überall gut sein!

8) Arbeite nur mit passenden Leuten zusammen, mit Menschen, die qualifiziert arbeiten, zum Produkt oder der Dienstleistung ein interessiertes Verhältnis haben. Sie sollten sich ebenso nach dem Motto unter Punkt 1) orientieren. Es wäre ideal, wenn auch die Zulieferer und die Kunden nach diesen Gesichtspunkten handeln würden.

9) Nutze bei Planung und Erstellung interdisziplinäre Zusammenarbeit, erkundige dich bei Profis und bei nichtprofessionellen Leuten. Bedenke die Expertenblindheit / Tunnelblick! Eine Putzfrau kann dem Fensterbauer u. U. wichtige Hinweise zur Konstruktion in Anbetracht der Fensterpflege geben, ebenso eine Hausfrau dem Küchenbauer. Aber auch alten Menschen mit ihren vielfältigen Erfahrungen und Kinder, die noch völlig frei von Vorurteilen sind, können oft wichtige Anregungen geben. Berücksichtige auch die Meinung von Praktikern, wenn du sonst nur von Theoretiker umgeben bist, die von Behinderten, wenn es um Bedienungs- und Sicherheitsvorkehrungen geht und die von Künstlern, wenn es um Styling, Outfit, Werbung und Wohlfühlen geht.

10) Ideensammlung / Brainstorming! Alle involvierten Menschen (evtl. auch Freunde u. Bekannte) nach 5 Ideen zum Projekt befragen und aus all den gesammelten Anregungen wiederum 5 Ideen aussuchen - erfordert Mut zur Reduktion!

11) Bei aller Planung und Ausführung immer wieder mal „auf Abstand gehen“, eine Pause im Denken und Handeln einlegen! So besteht die Möglichkeit, die Angelegenheit noch einmal anders zu sehen! Innehalten und gegenwärtig sein - besonders bei der Ideensuche genügt, d. h. aufhören zu suchen, so paradox dies auch klingen mag.

12) Nicht nur bei den erfolgreichen Menschen Infos einholen, auch bei den gescheiterten den Grund des Misserfolgs herausfinden.

13) Geheimhaltung! Deine Pläne im Detail zurückhalten. Nur der engere Kern der Mitarbeiter sollte davon erfahren - je mehr die Beteiligten sich hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Projekt in der Peripherie befinden, um so abstrakter sollte die Info sein, die sie von dir erhalten (Betriebsspionage)!

14) Erkenne auch wo du im Umfeld und beim Kunden Neid und Misstrauen wecken könntest! Mache es wie „Tonio auf dem Hochseil ...“!

15) Sei nicht ausschließlich erfolgsorientiert - bei Misserfolg nicht gleich aufgeben!

16) Wenn es nicht weiter geht, das Projekt also stagniert, sollte man trotz großer Investition das Konzept fallen lassen!

17) Sei für den Erfolgt genau so bereit wie für das Scheitern! Wenn nicht, dann solltest du von dem Projekt die Finger lassen.

18) Der eigenen Fehlbarkeit ins Auge schauen schützt u. U. vor Misserfolg! Sei mit dir aber auch nicht zu kritisch - Fehler dürfen gemacht werden.

19) Eigene Arroganz / Minderwertigkeit und eigener Optimismus / Pessimismus verhindern oft, den möglichen Gefahren ins Auge zu schauen! Betrachte die äußeren Gefahren und Risiken und besonders deine persönlichen Schwächen – ohne dich zu verurteilen oder sie gleich verändern zu wollen. Nur so kann ein tieferer Veränderungsprozess erfolgen! Du kannst ihn nicht durch Wollen bewerkstelligen. Gegenwärtiges Innehalten genügt. Siehe dazu auch den einen oder anderen Essay auf dieser Homepage!

20) Wenn du gemachte Fehler, Defizite, Misserfolge deinerseits oder die der Anderen mit wohlwollenden Augen ganz gegenwärtig betrachtest - wie die Schönheit einer Blume - dann wird es zunächst vielleicht etwas weh tun, aber nur dann kann sich evtl. in dir was ändern, eine Transformation kann erfolgen! Glaube mir nicht - probiere es aus!

21) Sei dir bei den 20 Punkten stets bewusst, von einer tieferen Ebene aus betrachtet, sind wir nicht wirklich die Handelnden - wir sind die täterlos Tätigen (s. dazu auch den "Weisen vom Berge Arunachala", R. M., 1879 - 1950)

Ein Gespräch im Mai 2014 mit Rolf König (s. auch. d. Links auf derselben Homepage) am Gardasee bei einem Glas Wein haben mich zum Entwurf dieser 20, inzwischen 21 Punkte angeregt.
 

Altshausen, 06.06.2014, 10.08.2017

Oswald Horn